5. September 2021 – Orchester des Wandels trifft Talbuddeln

15 Uhr Open-Air-Benefizkonzert auf der Streuobstwiese am Clausen 

Das „Orchester des Wandels“ unterstützt die Initiative „Talbuddeln“ mit einem Konzert. Dieses findet auf der Streuobstwiese statt, die im vergangenen Jahr angelegt worden war.
2019 hat die Initiative Talbuddeln ganz klein angefangen: 4 Obstbäume fanden ein neues Zuhause im Garten der Fritz-Harkort-Schule in Langerfeld. Seitdem ist Talbuddeln stetig gewachsen. Trotz der Pandemie konnte die Initiative 2020 in Kooperation mit der IG Wuppertals urbane Gärten und unterstützt durch zahlreiche engagierte Wuppertaler*innen am 3.10.2020 eine große Streuobstwiese mit über 20 verschiedenen alten Sorten für alle Wuppertaler*innen pflanzen. Sie wächst und gedeiht am Clausen, in direkter Nähe zur Nordbahntrasse. 

„In einem schwierigen Corona-Jahr 2020 war unsere Pflanzparty am Tag der Deutschen Einheit ein Lichtblick. So viele Menschen, die trotz des strömenden Herbstregens mit angepackt und diese öffentliche Obstwiese angelegt haben, sind eine tolle Bestätigung einer intakten Stadtgemeinschaft. Wuppertals wahrer Reichtum sind seine Bürger*innen.“ (Eva Miriam Fuchs, Initiative Talbuddeln)

Die restliche Freifläche soll in den kommenden Aktionen gemeinsam weiterbepflanzt werden. Die Idee einer „Essbaren Stadt“ soll so weiterwachsen und der Stadtraum für den Anbau von Lebensmitteln für alle nutzbar gemacht werden. Die Projekte zur Essbaren Stadt werden aus dem Bürgerbudget (2017, 2021) gefördert.

„Wir finden, Naschgärten mit Obstbäumen an öffentlich zugänglichen Weg-, Wald- und Parkflächen oder Pflanzungen von alten Obstsorten geben uns die Städte ein Stück weit zurück. Denn es macht einen großen Unterschied, ob an Grünflächen ein Schild steht, das ‚Betreten verboten!‘ lautet oder eben: ‚Bedien‘ dich!‘. (Michael Felstau, IG Wuppertals Urbane Gärten)

2021 bekommt das Aktionsbündnis weitere Unterstützung: das „Orchester des Wandels“ betritt die Bühne. Es besteht aus Musiker*innen des Sinfonieorchesters Wuppertal, die sich als musikalische Botschafter Wuppertals in das große bürgerschaftliche Engagement dieser Stadt einreihen möchten.  Mit verschiedenen Formaten und Konzertprogrammen lenken sie gemeinsam mit weiteren Akteuren innerhalb der Stadt die Aufmerksamkeit auf die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

Mit dem Konzert am 5. September möchte das Orchester des Wandels sowohl Talbuddeln unterstützen, als auch auf das Aufforstungsprojekt im Masoala-Nationalpark in Madagaskar aufmerksam machen, für das es Spenden sammelt. Während es bei dem Aufforstungsprojekt in Madagaskar vorwiegend um illegal gerodete Flächen zur Gewinnung von Edelhölzern geht, soll am Wuppertaler Clausen die Streuobstwiese weiterwachsen. Beides geschieht unter Einbindung der jeweils lokalen Bevölkerung und getreu‘ dem Motto „global denken, lokal handeln“.

Wir freuen uns sehr über diese neue Kooperation mit dem Orchester des Wandels und auf das Konzert. Uns verbindet der Wunsch nach einem guten Zusammenleben auf einem auch für zukünftige Generationen bewohnbaren Planeten. Lasst uns heute diese Gemeinschaft und den Gemeinsinn feiern und Kraft schöpfen, für alle Aufgaben, die da noch auf uns zukommen werden.“ (Claudia Tust-Follmann, Initiative Talbuddeln)

Auch wenn das Konzert unter freiem Himmel stattfindet, weisen die Veranstaltenden auf die 3G-Regeln hin und bitten alle Zuhörer*innen um verantwortlichen Umgang mit der pandemischen Lage.  

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Obstbaumliste http://www.wuppertals-urbane-gaerten.de/alte-sorten-fuer-die-obstwiese-am-clausen/  

Kontakt:
Initiative Talbuddeln Claudia Tust-Follmann kontakt@talbuddeln.de  
IG Wuppertals urbane Gärten Michael Felstau redaktion@wuppertals-urbane-gaerten.de

Die Akteure
Seit 2019 kooperieren die IG Wuppertals urbane Gärten und die Initiative Talbuddeln. Beide haben ein gemeinsames Ziel: mehr grün für Wuppertal. 
IG Wuppertals urbane Gärten In Wuppertal entstehen seit einigen Jahren neue, gemeinschaftliche Gartenformen. Die in den Stadtgärten aktiven Bürgerinnen und Bürger sind Teil der internationalen urbanen Gartenbewegung. Eine zukunftsfähige Stadt braucht Stadtnatur und gemeinschaftlich genutzten öffentlichen Raum. Die urbanen Gemeinschaftsgärten sind Begegnungs- und Experimentierräume für ein gutes Leben in der Stadt. So werden Nachbarschaften, Quartiere und letztlich die ganze Stadt mit Gemeinschaftsgärten lebenswerter. Urbane Gärten sind wertvoller Lebensraum, hier begegnet sich Vielfalt, hier wachsen Perspektiven, denn hier entsteht eine auf Nachhaltigkeit gegründete Gesellschaft.

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5. September – [plan · e]: planet erde – Die Rechte der Pflanzen

Titel unter Verwendung der Kunstwerke von
Mansa Sabaghian, „Muqarnas Project“ & Gisela Kettner, „dicker Stein“

15-18 Uhr – Offenes Atelier: Die Rechte der Pflanzen

Bei der Druck-Werkstatt mit Gisela Kettner kann man nachmittags jederzeit einsteigen. Die begleitende Mini Pflanzentausch- und Saatgutbörse zeigt uns die Vielfalt unserer Wild- und Nutzpflanzen auf und lässt uns die Samen mit dem Mikroskop betrachten. Währenddessen geben kurze Geschichten, Musik und kreative Inpulse rund um unseren grünen Planeten künstlerische Anregungen.

15-20 Uhr –Der INSEL Kulturgarten wird an diesem Tag sein erstes Hochbeet bekommen . Dazu brauchen wir von Euch einen Beutel rohe Gartenerde aus Eurem Garten, mit all den darin enthaltenen verborgenen Samen oder eure besondere Pflanzenspende für uns.

18-20 Uhr –Abschlusspräsentation

Was ist unser [plan · e]? Filmischer Rückblick auf unsere Aktion, sowie kurze künstlerische Präsentationen der Beteiligten, dazu gibt es Leckeres zu essen und zu trinken.

Eintritt frei.

Eine Anmeldung über Wuppertal Live ist erbeten.

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Vortrag 1.10.20 – Wie wird eine Stadt essbar?

Naschgärten für Wuppertal

Wuppertal ist eine grüne Großstadt. Doch wieviel von dem Grün kann eigentlich geerntet und gegessen werden? Die Idee einer Essbaren Stadt möchte den Stadtraum für den Anbau von Lebensmitteln für jedermann nutzbar machen. Beim Bürgerbudget 2017 gab es ein Projekt, Naschgärten mit Obstbäumen an öffentlich zugänglichen Wald- und Parkflächen oder Anpflanzungen von aussterbenden Obstsorten zu entwickeln, z. B. entlang der Nordbahntrasse. Der Vortrag stellt die Idee, Wuppertal gemeinsam als essbare Stadt zu entwickeln vor. Was wird jetzt umgesetzt? Wie kann ich mitmachen?

Themen wird kurz die Geschichte des anderen essbaren Stadtgrüns sein (Transitiontown Bewegung, Essbare Stadt Andernach, Mundraub bis hin zu Ernährungsräten). Was bedeutet Allmende, Öffentlicher Raum und Recht auf Stadt für uns, wie können Straßenbäume, Grünanlagen und Parks essbar werden. Es geht um praktische Bürgerbeteiligung und politische Forderungen.

Vortrag: Michael Felstau, IG Wuppertals urbane Gärten

Donnerstag, 1.10.20 19 – 20.30 in der Bergsichen VHS
Auer Schulstr. 20, Wuppertal-Elberfeld, Raum B220
Der Eintritt ist frei.
Es gilt das Prinzip „Pay what you like.“ (=Zahle, was Du magst.

TIPP: Gleich zwei Tage später ist die diesjährige Pflanzaktion des talbuddelns am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit. Auf einer Wiese an der Konsumstraße in der Nähe der Nordbahntrasse am Loh werden die unterschiedlichste Obstbäume eingepflanzt und als Obstbaum-Wiese den Wuppertalerinnen und Wuppertaler geschenkt. Ein doppelter Beitrag zu Verbesserung des Klimas: Die Bäume sorgen für ein besseres Mikroklima durch Verdunstung und Schatten und gleichzeitig sollen sie auch die Menschen erfreuen und zusammenbringen.

Hinweis: Für diese Veranstaltungen ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

WDR2 – Urbane Gärten im Westen

Nachbarschaftsgarten in einem
          Wuppertaler Hinterhof

  WDR 2 Sonntagsfragen. 10.05.2020. 23:29 Min.. Verfügbar bis 08.05.2021. WDR 2.

„Wuppertals urbane Gärtner möchten mehr Selbstversorgung, bessere Nachbarschaft, schöneres Grün in der Stadt“. So fasst der Garten-Enthusiast Michael Felstau zusammen, was vor Jahrzehnten in New York als Guerillabewegung begann und inzwischen überall Nachahmer gefunden hat. Auch bei uns im Westen. Wie ganze Stadtentwicklungsprojekte entstanden und warum Bärlauch-Sträuße ideale Geschenke für Frauen sind, erzählt Michael Felstau am Muttertag in den Sonntagsfragen.

Moderation: Gisela Steinhauer