Nicht warten, jetzt gemeinschaftlich Bäume gießen

Im Hitzejahr 2018 gingen Grundwasserreserven zur Neige. Doch tief verwurzelte Bäume sind genau auf diese Wasserquelle angewiesen. Trocknet der Boden aus, hilft den Bäumen meist nicht einmal ein starker Regen, da dieses Wasser nur schwer durch den harten trockenen Boden in die Tiefe sickern kann. (…) Gerade junge Bäume sowie Flachwurzler sind jedoch auf Regenwasser angewiesen, da sie nicht an das tiefer liegende Grundwasser gelangen können. Sie leiden deshalb besonders unter längeren Trockenphasen. (BUND)

Um die jungen Bäume kümmert sich die Stadt Wuppertal mit den neuen Wassersäcken. Wir können uns um die Bäume in unser Straße kümmern. Straßenbäume brauchen meist deutlich mehr Wasser als Garten oder Parkbäume, denn sie haben wenig Platz unter der Erdoberfläche und das Wasser fließt über versiegelte Verkehrsflächen direkt in die Kanalisation. Das Stadtklima ist zudem durch diese Verkehrsflächen deutlich heißer, Abgase und Hundeurin sind weitere Stressfaktoren für die Bäume, die grüne Lunge und kühlenden Schattenspender in unserer Stadt.

Wie gießen?

Die Erde ist bei der Trockenheit fast wasserabweisend. Bitte zunächst angießen und warten, bis das Wasser eingesickert ist. Sonst läuft das Wasser einfach in die Fläche ab, verdunstet und der Baum hat nichts davon.

Des Weiteren kann ein „Gießring“ die Wasseraufnahme der Bäume unterstützen. Selbst bei einem kurzen Schauer kann sich das Wasser so um den Baum ansammeln und bekommt mehr Zeit, direkt am Baum zu versickern. Häufen Sie dafür einfach etwas Erde in einem entsprechenden Radius um den Baum herum an, damit zum Stamm hin eine Kuhle entsteht. Bitte nicht (um)graben und die empfindlichen Baumwurzeln beschädigen. Jede Wurzel hat eine „Beziehung“ zu einem Ast, wie Frank Jäger von der Stadt Wuppertal betont!

Wann gießen?

Am aufnahmefähigsten ist der Boden nach einer kühlen Nacht, also früh am Morgen, oder alternativ möglichst spät am Abend.

Wie viel gießen?

BUND-Naturschutzexperte Milan Fanck sagt: „Jeder Liter zählt. An heißen Tagen mindesten 50 Liter (fünf Zehn-Liter-Eimer), der Baum verträgt aber auch 150 Liter oder mehr„.

Wie oft gießen?

„Gießen Sie lieber einmal viel, als ständig kleine Mengen“. Gießt man jeden Tag ein wenig, besteht die Gefahr, dass das Wasser nicht tief genug sickert oder der Baum sich auf diese Regelmäßigkeit verlässt und später empfindlicher reagiert, sobald er wieder weniger Wasser erhält. Höchstens einmal pro Woche eine gute Menge Wasser spenden sollte ausreichen. Sprechen Sie sich mit Ihren Nachbarn ab, dass nicht jeder jeden Tag gießt!

Aktion #bäumegießen des BUND

Gemeinschaftlich geht Bäumegießen schneller und macht mehr Spaß! Warum gründen Sie nicht mit Nachbar*innen und Freund*innen eine Gruppe, zum Beispiel in den sozialen Medien? Das hilft bei der Organisation, aber auch um Aktionsfotos oder Standorte durstiger Bäume zu teilen.

Unter dem Hashtag #bäumegießen können Sie Ideen und Wissen teilen und so auch Inspiration von anderen Baumretter*innen erhalten.

Oder machen Sie einen Aushang an ihrem Baum und sprechen Sie gezielt ihre Nachbarn auf die Aktion persönlich an. Hier gibt es ein PDF zum Ausdrucken als Einladung!

Übrigens: Auch  Vögel und Insekten haben Durst. Eine Wassertränke beispielsweise auf dem Balkon ist da eine gute Idee. Als Tränke eignet sich ein einfacher Untersetzer für Blumentöpfe. Wasser täglich wechseln.

Quellen:
https://www.bund.net/bund-tipps/detail-tipps/tip/baeume-giessen/
https://www1.wdr.de/fernsehen/aktuelle-stunde/strassenbaeume-giessen-100.html
http://www.oekoplant.com/baeume-richtig-giessen
https://blog.wwf.de/baeume-giessen/

20.7. – Workshop Nisthilfen & Nützlingshotels

Am Samstag, den 20.7. von 14 -17 Uhr zur Offenen Gartenpforte im Wandelgarten:
Offener Workshop für Groß und Klein: Hotels für Vierbeiner, Vögel und Insekten.
Ihr könnt für den Wandelgarten bauen oder mit nach Hause nehmen .

Vom Lob der Unordnung im Garten über geordnete Unordnung zu Nisthilfen und Nützlingshotels. Unser Garten und Balkon ist auch Lebensraum für Tiere. Wie wir ihnen helfen können, sich bei uns wohl zu fühlen, ist das Thema dieses offenen Workshops. Dabei geht es nicht nur um den konkreten Bau von Nisthilfen und Hotels, sondern auch um die Nahrungsgrundlage unserer Gartenmitbewohner.

Um Spenden für Baumaterial wird gebeten!

Danke an

Das Projekt Gemeinsam für eine klimafreundliche Stadt fördert die Vernetzung der urbanen Gärten. Es geht darum Synergien zu finden, für gemeinsame Ideen und Aktionen zur nachhaltigen Entwicklung des Stadtgrüns. Es geht um das Gemeinschaftliche, das nur aus der Verantwortung des Einzelnen erwächst, und darum, zusammen mit den städtischen Verantwortlichen Gutes für die Biodiversität und das Stadtklima zu erreichen.

Gefördert durch

www.sue-nrw.de

Organisiert und veranstaltet von

www.koppauf.jimdo.com
oder bei Facebook: https://www.facebook.com/koppauf/