Foto & Gartenwettbewerb Paradiesflecken

Mit dem Fotowettbewerb und den begleitenden Spaziergängen soll insbesondere die Diskussion des Urban Gardening Manifestes und des Rechtes auf Stadt befördert werden, um eine Transformation hin zu einer ‚gartengerechten‘ Stadt zu befördern. So wie in der ‚autogerechten‘ Stadt alle das Recht auf einen Parkplatz hatten, sollte in der gartengerechten Stadt allen ein fußläufiger Zugang zur Stadtnatur garantiert werden.“ (http://urban-gardening-manifest.de/) Werden wir Zukunftskünstler!

Else Lasker-Schülers Paradiesfetzen

Inspiriert hat uns Else Lasker Schüler, deren 150. Geburtstag dieses Jahr gefeiert wird.

Überall hängt noch ein Fetzen Paradies. Gehst du auch daran vorüber – nur einige Menschen erkennen wieder das schimmernd erhaltene Beet allererster Heimat. Die ganze Welt war einmal … Paradies (…) Unser aller Korn war ja schon gesäet am sonnigen Abhang der ersten Menschen und eine Begegnung mit dem Paradiesfetzen bedeutet ein Wiedersehen der Heimat. Überall hängt noch ein Überbleibsel Edens, selbst am Lärm der Stadt. Ein lichtes Wort, ein magisches Blatt, die silberne Wolke hoch, in der Kleinodie Liebender, im Kusse der Lippe liebentlang. Die noch lichte Welt war die gestaltgewordene Liebe, die junge Gottheit selbst. Wir alle suchen nach dem Fetzen Paradies mit der Inbrunst unserer ganzen Kraft. (…) Wer vom Paradies lernen will, setze sich unter die Bäume, unter einem einzigen paradiesischen Blatt läßt sich schon säumen. Sein ganzer Zweig sehnt sich nach dem Ewigkeitslichte. Seiner Ehrwürden Pflanzlichkeit dem Ahorn bin ich zum höchsten Dank verpflichtet für seine Paradiesweisheit: das winzigste Leben der Welt sehnt sich zu entdunkeln.

Else Lasker-Schüler, Korzert, Kapitel 40

Die Stadtspaziergänge zum Wettbewerb finden übers Jahr zusammen mit Fotografen und/oder lokalen Initiativen, Vereinen, Schulen auf den Spuren von Else Lasker-Schüler statt. Wer Interesse hat und mit uns zusammen einen gestalten möchte, kann sich gerne bei uns melden. Termine demnächst hier …

Fotowettbewerb & Kreativpreis für Gärtnerinnen und Gärtner

Der Fleck muss nicht weg!“ – Zur Diskussion steht auch eine Ästhetik des öffentlichen Grüns. Um es zugespitzt und umweltpolitisch zu sagen: „Die Mutter aller Probleme im Garten ist die Ordnungsliebe!“ Zeigt uns was Euch gefällt. Die Fotos sind für die Gärtner ein anerkennender Blick von Außen, sie zeigen uns allen alltägliche, öffentliche, grüne Flecken, wie wir sie vielleicht noch nie gesehen haben. Deshalb werden auch Fotografen wie Gärtner ausgezeichnet.

Gesucht werden Wuppertals originellste „Klein-Grün-Projekte“ vor der Haustür, im Vorgarten, in Straßen und auf öffentlichen Plätzen. Das kann eine Clematis sein, die wild rankend einen Fahnenmast erobert, eine Bienenweide im mobilen Beet, eine schön bepflanzte Baumscheibe oder eine begrünte Hauswand. Wichtig ist, dass die grünen Objekte eine wohltuende Wirkung im öffentlichen Raum entfalten und so alle Bürgerinnen und Bürger daran teilhaben lassen. Die Jury bewertet die eingereichten Objekte nach den Kriterien Gemeinnützigkeit, Originalität, Kreativität, Ökologie und Übertragbarkeit.

ENTWEDER Sie gestalten also selbst Ihren Vorgarten, gärtnern bei einem Urban Gardening Projekt oder Gemeinschaftsgarten mit, pflanzen im beziehungsweise stellen Pflanzen in den öffentlichen Raum auf.

ODER Sie gehen einfach in Wuppertal auf Entdeckungstour und finden ein originelles Garten-Projekt .

Die Motive sind auf das Wuppertaler Stadtgebiet begrenzt. Machen Sie dann ein Foto von ihrem grünen Paradiesfleck, notieren Sie die Adresse, an der das Objekt zu finden ist und reichen es online über unser neues Geoportal ab Ende Februar hier auf der Website ein.

Zugelassen sind grüne Objekte bzw. Pflanzungen im öffentlichen Raum (z.B. Gehwege, Straßen­mittel­streifen, Plätze), private Vorgärten nur sofern der Garten vom Gehweg sichtbar ist, Gemeinschafts­grünanlagen in Wohnsiedlungen sowie Kleingartenanlagen und natürlich Urban Gardening Projekte.

Nicht zugelassen sind grüne Objekte bzw. Pflanzungen aus privaten Gärten, sofern sie keine Wirkung auf den öffentlichen Raum entwickeln, wie öffentliche Parks, Freizeitgärten und Kleingärten.

Die Initiatoren

Als Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit für „Wuppertaler Urbanen Gärten“ startet deshalb der Verein Kopp auf! zusammen mit der Interessengemeinschaft einen Fotowettbewerb für alle Bürger der Stadt, der parallel zur Umsetzung des Bürgerbudgets Urban Gardening der Stadt Wuppertal stattfindet. Mit Bildern aus Wuppertals urbanen Gärten wollen wir diese in das Licht der Öffentlichkeit stellen und so für unsere vielfältigen Aktivitäten, ihren Ausbau und Fortbestand werben. Begleitet wird der Fotowettbewerb durch fotografische Stadtspaziergänge sowie Fotografie-Workshops. Die Bilder werden zum Abschluss in einer Ausstellung in der Diakoniekirche präsentiert, wo auch die Prämierung stattfinden soll. Mehr Infos demnächst hier …

Ein Projekt im Rahmen – Vernetzung der Wuppertaler Urbanen Gärten (VerWUG)

Gemeinsam für eine klimafreundliche Stadt Dieses Projekt fördert die Vernetzung der urbanen Gärten. Es geht darum Synergien zu finden, für gemeinsame Ideen und Aktionen zur nachhaltigen Entwicklung des Stadtgrüns. Es geht um das Gemeinschaftliche, das nur aus der Verantwortung des Einzelnen erwächst, und darum, zusammen mit den städtischen Verantwortlichen Gutes für die Biodiversität und das Stadtklima zu erreichen.

Gefördert durch

Organisiert und veranstaltet von

www.koppauf.jimdo.com
oder bei Facebook: https://www.facebook.com/koppauf/