Aussaaterde selber machen

Wenn Sie normale Pflanzenerde zur Anzucht benutzen, dann schießen die Keimlinge in die Höhe und die schwachen Wurzeln vermögen die hochgeschossenen Stengel nicht zu halten. Aussaaterde oder Anzuchterde ist im Gegensatz zur normalen Erde ein möglichst nährstoffarmes bzw. nährstoffkontrolliertes, steriles und feinkrümeliges, wasserdurchlässiges Substrat. So müssen die Pflänzchen die Erde kräftig durchwurzeln, um genug Nährstoffe zu bekommen. Die Samen selbst bringen erst einmal genügend Nährstoffe für die erste Keimzeit mit. Aussaaterde selber machen weiterlesen

Ein Jahr für mich und die Umwelt

Bewerbungen für das Freiwillige Ökologische Jahr läuft an. Das FÖJ gibt es in den Bergischen Großstädten an folgenden Einrichtungen:

Mehr Informationen zu allen Einsatzstellen unter www.foej.lvr.de

Zum Beispiel in der Natur-Schule Grund

Ich mache das FÖJ, weil es mir Spaß macht, draußen zu arbeiten, und weil ich hier meine ökologischen Kenntnisse erweitern kann.“ Die Freiwilligen im Ökologischen Jahr (FÖJ) in der Natur-Schule Grund versorgen u.a. die Hühner und sind für Planung, Pflege und die Pflanzungen im Garten und der Außenanlage verantwortlich. Im Winterhalbjahr erstellen sie z.B. umweltpädagogische Materialien, die in den Veranstaltungen der Natur-Schule Anwendung finden. Im Frühjahr jäten sie Wildkräuter und säen Salat, Kräuter und Gemüse, pflegen die Staudenbeete und sind bei Wind und Wetter draußen aktiv. Ein Jahr für mich und die Umwelt weiterlesen

Torffreie Blumenerden

Mehr als 95 Prozent der Moore in Deutschland sind zerstört. Dabei haben sie eine immense Bedeutung für den Klimaschutz. Ein Beitrag von DW Deutsche Welle.

Gartenböden benötigen ausreichend Humus und eine lockere Struktur. Die verbreiteten Torfprodukte wie Düngetorf oder Torfhumus können diese Aufgaben aber aufgrund der Nachteile des Torfes nur sehr kurzfristig erledigen:

  • Torf ist extrem sauer (pH-Wert von 2,5 – 3,5) und versauert daher den Boden. Die meisten Pflanzen benötigen einen pH-Wert von 5,5 – 6,5 (schwach sauer bis neutral).
  • Das für die Bodenfruchtbarkeit so wichtige Bodenleben leidet sehr unter der Versauerung.
  • Torf enthält kaum Mineralien und zersetzt sich schon nach kurzer Zeit im Boden. So trägt er nichts zur Dauerhumusbildung im Boden bei. Seine Fähigkeit, Nährstoffe zu speichern ist sehr gering.
  • Torf kann viel Wasser aufsaugen und vernässt in Regenperioden (Moor), doch ist er einmal völlig ausgetrocknet, nimmt er kaum noch Wasser auf.

Also bitte immer torffreie Blumenerden benutzen! Beim Bodenschutzaktionstag und unseren Aktionswochen werden wir einige Alternativen aufzeigen können.

Foto: NABU/Sebastian Hennigs Torffreie Blumenerden weiterlesen

Permakulturhof Vorm Eichholz e.V.

Die WZ berichtete am 22.12.2016 von einer neuen Initiative:

Erst seit einigen Monaten ist der Bauernhof „Vorm Eichholz“ unbewohnt und unbewirtschaftet. Doch wer sich dem Gebäude, den Ställen und den Scheunen nähert, der hat den Eindruck, dass an diesem Ort schon länger die Zeit still steht. Der Blick in Richtung Süden fällt auf die Gelpe und bei strahlendem Sonnenschein kann man an diesem Wintertag gut nachvollziehen, warum sich Christine Nordmann, Bettina Berens, Johannes Dickmann sowie weitere Mitglieder des Vereins „Permakulturhof Vorm Eichholz“ in diesen ganz besonderen Ort verliebt haben. …weiterlesen

Der Regenwurm als Leittier des Bodens


Regenwürmer bei der Kopulation

Regenwürmer sind Leittiere des lebenswichtigen Ökosystems „Boden“. Sie prägen den Lebensraum Boden in besonderer Weise und sind auf eine nachhaltige Landwirtschaft angewiesen, die ihren Lebensraum erhält und ihnen auch durch Humusaufbau und organische Düngung genügend Futter bereitstellt. Darum fordert der WWF eine stärkere politische und gesellschaftliche Unterstützung und Förderung einer humusaufbauenden und bodenschonenden Landwirtschaft. Es muss ein vorrangiges Ziel der Agrarpolitik sein, die eigenen Grundlagen zu erhalten (oder wieder zu verbessern) und alle dafür dienlichen Leistungen der Landwirte strukturell zu fördern und angemessen zu honorieren. Der Regenwurm als Leittier des Bodens weiterlesen

Der Gartenboden ist der der Boden des Jahres 2017

Heute am Weltbodentag, dem 5. Dezember 2016 wurde der Boden des Jahres 2017, den Gartenboden (Hortisol; hortus lat. = Garten) in Berlin vorgestellt. Im Rahmenprogramm präsentiert das Unabhängige Institut für Umweltfragen die Ausstellung „Bodenschutz Urban“.

Durch das unaufhaltsame Wachstum unserer Städte verschwinden immer mehr Flächen an fruchtbaren Böden unter Asphalt und Beton, sodass wir den Boden unter unseren Füßen verlieren. Das Projekt Bodenschutz Urban macht mit unterschiedlichen Aktionen darauf aufmerksam.

In Deutschland werden im Durchschnitt 73 Hektar Boden pro Tag überbaut – die Hälfte davon vollständig versiegelt. Das entspräche einer Fläche von 102 Fußballfeldern täglich!

Die Ausstellung „bodenschutz-urban.de“ wird vom 22.4.-5.6.2017 ebenfalls bei unseren Aktionswochen gezeigt werden. Am Samstag den 22. April 2017 gibt es zudem einen besonderen Bodenschutzaktionstag zur Eröffnung. Bitte vormerken! Save the date!

Allmende für alle! Wir pflanzen die essbare Landschaft

Überall an Wegesrändern, auf Brachen, in unseren Städten wachsen Büsche und Bäume, die essbare Früchte tragen: Haselnuss, Walnuss, Brombeere, Holunder, Mirabelle. Die Mundraub-Initiative hat es sich seit einigen Jahren zur Aufgabe gemacht, diese Pflanzen im öffentlichen Raum zu kartieren und deren Früchte so für alle verfügbar zu machen. Nun hat Mundraub ein weiteres Projekt ins Leben gerufen, es heißt Nachwuchs. Allmende für alle! Wir pflanzen die essbare Landschaft weiterlesen

Prof. Andrés Ginestet – Mensch sein heisst fragil sein – Bob Kulturwerk

Auf dem Gelände des ehemaligen Bob Textilwerks entwickelt er gemeinsam mit den Eigentümern und vielen anderen Menschen einen Ort des Wandels, an dem beidseitig der Nordbahntrasse Veranstaltungsflächen, Ateliers, Werkstätten, Gastronomie, ein Hostel, ein Gemeinschaftsgarten, eine KiTa und ein “Museum der Empathie” entstehen und alternative Wirtschaftskonzepte wie beispielsweise die Ubuntu-Ökonomie, Regionalwährungen und alles, was unsere Zeit braucht, ausprobiert werden.

In seinem SunPod-Interview stellt uns Michael Bonke die Vision Andrés Ginestets und das bereits Erreichte vor. Prof. Andrés Ginestet – Mensch sein heisst fragil sein – Bob Kulturwerk weiterlesen

Erntezeit auch für eigenes Saatgut


Saatgut ist eine umkämpfte Ressource. Kann ein Ansatz aus der Softwareentwicklung die Lösung des Problems sein? (© Public Domain, US Departement of Agriculture)

Erhaltet die Vielfalt! Wie Open Source den Saatgutmarkt demokratisieren könnte.
Saatgut wird heute nicht mehr vom Bauern selbst gezüchtet, sondern von Unternehmen, die ihre Produkte patentieren lassen. Die Lizenzen sind teuer, die Nutzung ist restriktiv. Mehrere Initiativen versuchen jetzt die Züchtung mit einem Ansatz aus der Softwareentwicklung neu zu organisieren. Ein Interview mit Lisa Minkmar.
Erntezeit auch für eigenes Saatgut weiterlesen

Erntezeit – Sammeln, ernten, kochen, haltbar machen

Selber machen und genießen!
Wie in jedem Herbst gibt es viele Workshops, Kurse und Treffen zum Thema:

Diakoniekirche – Inselgarten:
22.9.2016 – Daniela Raimund: Inselgartenwerkstatt
5.10.2016 – Kirche zum Genießen: Ernte-Dank mit Volker Mehl

In der Station Natur und Umwelt:
23.9.2016 – Daniela Raimund: Haltbarmachen – wie geht das?
06.10.2016- Daniela Raimund: Homemade – zum Verschenken oder Selberessen

Botanischer Garten:
23.10.2016 – Gärtnertreffen der Bergischen Gartenarche: Welch ein Erntegenuss

Koppauf-Laden Kieler Straße:
16.11.2016 – Marmeladentauschbörse

Und dann noch die ganzen Pilzseminare und Wanderungen.

Wer hat weitere Veranstaltungstipps?!