Kräuter jetzt noch durch Stecklinge vermehren

von Abrahami (Eigenes Werk) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

Jetzt für das nächste Jahr z.B. Salbei, Rosmarin, Oregano, Estragon, mehrjähriges Bohnenkraut oder Thymian vermehren.

Mit der (vegetativen) Vermehrungsmethode, wie der Stecklingsvermehrung, lassen sich exakt gleiche Tochterpflanzen anziehen; bei einer (generativen) Vermehrung durch Aussaat kann es dagegen zu Variationen kommen. Es wird dabei zwischen Trieb-, Blatt- und Wurzelstecklingen unterschieden. Kopfstecklinge werden von der Spitze eines Triebs, Teilstecklinge aus einem Abschnitt darunter entnommen.

So wird es gemacht:

  • Für die Vermehrung eignen sich nur gesunde und wüchsige mehrjährige Pflanzen verwenden.
  • Triebspitzen mit einem scahrfen Messer, die keine Knospen oder gar Blüten tragen, oder diese entfernen. Je nach Wuchsform der Pflanze und Blattgröße mit vier bis  höchstens acht Blättern (je kleiner die Blätter, desto mehr).
  • Die entnommenen Triebspitzen zuschneiden: Die unteren zwei bis drei Blätter entfernen bzw. zwei bis drei Blätter an der Spitze belassen. Da Stecklinge ja ohne Wurzeln zunächst kein Wasser aufnehmen können, darf die Blattfläche – über die Wasser durch Verdunstung verlorengeht – nicht zu groß sein. Große Blätter werden deshalb zusätzlich von der Spitze her mit eine Schere halbiert.
  • Viele Pflanzen bewurzeln recht unkompliziert in Wasser; das Wasser dazu möglichst täglich wechseln. Besser ist es, die Stecklinge kleine Töpfe oder flache Schalen mit einem nährstoffarmen, lockeren Substrat (Aussaat-, Anzuchterde) zu füllen, leicht anzudrücken und zu wässern. Und die Stecklinge anschließend zwei bis drei Knoten (Blattansatzstellen) tief in das feuchte Substrat stecken.
  • Die Stecklinge sollten im Freien oder unter Glas geschützt vor Wind und direkter Sonneneinstrahlung aufgestellt werden. Dann werden sie kräftiger als in der Wohnung. Insbesondere bei warmer, sonnigem Wetter und bei trockener Luft die Stecklinge mit einer durchsichtigen Haube abdecken, unter der sich die Luftfeuchtigkeit hält. Dazu eignen sich abgeschnittene Kunstoffflaschen oder ein durchsichtige Plastiktüte, die  über Pflanze und Topf gestülpt und einfach mit einem Haushaltsgummi um den Topf befestigt werden.

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