15. September – Vortrag und Diskussion mit Markus Gastl zum Hortus Garten

Der Vortrag von Markus Gastl erklärt anhand des Modells des Drei-Zonen-Gartens, das einen ökologischen Kreislauf mit Raum für Insekten, Erholung und reiche Ernten mit Permakultur bietet, was wir konkret tun können. Das System funktioniert auf jeder Fläche und seine individuelle kreative Ausgestaltung ermöglicht jedem Gärtner, seine eigene „Oase des Lebens“ oder als Pate Lebensinseln zu gestalten.

Wann: Sonntag, 15.9.2019, 17 – 19 Uhr
Ort:
Permakulturhof Vorm Eichholz, Dorner Weg 6a, 42119 Wuppertal

Vorher ist Offene Gartenpforte und Pflanzentauchbörse auf dem Permakulturhof!

„Vielfalt, Schönheit und Nutzen” ist das Motto des Hortus-Netzwerks, wenn es um die Gestaltung von Privatgärten, aber auch öffentlichen Räumen geht. Das Hortus-Netzwerk ist ein lockerer Zusammenschluss von Gleichgesinnten, kein Verein, welche sich u. a. im Internet (deutsche Facebook-Gruppe mit über 7000 Mitgliedern, ein Forum, eine französische Hortus-Gruppe) aber auch in regionalen Gruppen oder bei Netzwerktreffen austauschen. Die gegenseitige Unterstützung, der Ideenaustausch und Wissenstransfer spielen dabei eine wesentliche Rolle. Inzwischen gibt es über 400 eingetragene Horti, die sich in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und den USA befinden. Davon sind über 60 in Bayern.  

Gemeinsame Leitidee ist das Gärtnern nach dem 3-Zonen-Model von Markus Gastl. Ein Hortus gliedert sich in Pufferzone (Hecke aus heimischen Sträuchern), Hotspotzone (heimische Wildpflanzen auf magerem Boden für eine möglichst große Vielfalt) und Ertragszone (Gemüse- und Kräutergarten, Obstbäume und Beerensträucher).  Ziel ist es, im Garten einen geschlossenen Nährstoffkreislauf zu schaffen und damit Ressourcen zu schonen. Auf den Einsatz von Bioziden, Herbiziden, sonstiger Chemie oder Düngemittel wird verzichtet. Die einzelnen Bereiche werden durch Naturmodule wie Totholzhaufen, Käferkeller, Steinpyramiden, Eidechsenburg, Sandarium usw. verbunden. Dadurch bietet ein Hortus verschiedensten Tieren einen Lebensraum. Diese Vielfalt sorgt auch dafür, dass sich im Garten ein natürliches Gleichgewicht von Schädlingen und Nützlingen einstellt. Die drei Zonen bilden ein Grundgerüst, die Umsetzung ist aber sehr individuell.

Alle Hortusianer haben jedoch das gemeinsame Ziel, das ökologische Verständnis und die Achtung des Lebens zu fördern. Sie teilen deswegen ihr Wissen auch bei Führungen und Vorträgen. Im Garten werden vorwiegend heimische Pflanzen verwendet, da unsere heimischen Tiere daran angepasst sind. Nach dem Motto „Machen ist wie Wollen, nur krasser!” werden Balkongärten, Dachgärten, Reihenhausgärten, Kleingärten, Schulgärten, Stadtgärten oder Gärten im ländlichen Raum angelegt.

Bilder Markus Gastl

Eine Antwort auf „15. September – Vortrag und Diskussion mit Markus Gastl zum Hortus Garten“

  1. ich bin schon gespannt auf diesen Vortrag und mit der vagen Aussicht auf eine hinreichend großen Schrebergarten begeistert von der Aussicht womöglich schon diesen Herbst erste Schritte in die Praxis zu machen.

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